GESCHICHTE

Die Entstehung des Hammeltanzes

Leider gibt es über die Anfänge des Hammeltanzes keine urkundlichen Belege mehr. Aus alter Überlieferung ist aber bekannt, dass am jeweiligen Kirchweihmontag (darauf folgender Montag des 3. Sonntag im Oktober) ein Hammeltanzabgehalten wird.

Er soll in der Zeit, als die flügelauischen Fürsten oder Dienstleute genannt sind, von diesen für ihre Dienstboden gestiftet worden sein.

In Onolzheim wird der Beginn dieses Brauches auf das Jahr 1476 zurückgeführt.

In diesem Jahr stiftete Barbara von Zipplingen den Onolzheimem eine Kaplanei, welche während der Reformzeit die Pfarrei Onolzheim hervorging. Eng verbunden mit der Gründung der Kaplanei soll Barbara von Zipplingen 1476 auch den ersten Hammel gestiftet haben. Dieser Stiftungsbrief der Barbara von Zipplingen, ein Brief an den zuständigen Würzburger Bischof, mit der Bitte um Genehmigung der Onolzheimer Kaplanei, wird heute noch vor dem Hammeltanz vom Herold in verkürzter Formverlesen.

Historischer Festablauf

Der Hammeltanz am Kirchweihmontag begann am Vormittag damit, dass die Tänzer den Kletterbaum und andere kleine Bäumchen aus den umliegenden Wäldern holten. Diese wurden unter Vorantritt der Blaskapelle zum Festplatz gebracht und aufgestellt.

Bis vor nicht allzu langer Zeit war dies die „Kropfwiese“ (Wiesengrund an der Maulach beim Gasthof Rose). Am Nachmittag holten‚ die Hammeltänzer ihre Tänzerinnen ab und zogen hinter der Blaskapelle, dem Hammel und dem Büttel durch die Onolzheimer Straßen in Richtung Festplatz, wo dann der Hammeltanz ausgetragen wurde.

Die Paare tanzten um den Kletterbaum und gaben Runde für Runde den Degen an das folgende Paar weiter. Gleichzeitig mit Beginn des Tanzes wurde eine Kerze angezündet in die ein Geldstück eingeschmolzen war. Beim Herunterbrennen der Kerze wurde die Münze schließlich frei und fielzu Boden, Wer zu diesem Zeitpunkt den Degen in den Händen hielt, war Gewinner des Hammeltanzes und erhielt als Siegespreis den gestifteten Hammel.